kinetische Felder

Wenn wir durch ein Feld gehen, sprechen wir von einem FELD, wenn wir aber mit dem Auto durch die Beauce, die Landschaft südwestlich von Paris, fahren, werden die belebten Felder KINETISCH... (Paul Virilio)

Die Fotografie definiert sich im Allgemeinen über ihren Objektbezug im Sinne einer realitätsgetreuen Abbildung. Ein Widerspruch entsteht jedoch, wenn man dieses dokumentarische Paradigma mit dem Abstrakten in Verbindung bringt.

Die „kinetischen Felder“ entstehen durch unterschiedliche Bewegungsabläufe des lichtempfindlichen Filmfeldes. Diese werden unter anderem mit speziell hergestellten Pendelvorrichtungen oder Maschinen erzeugt. Die Kamera dreht sich beispielsweise 360° im Raum, umkreist Gegenstände oder tastet mittels Pendelbewegung einen menschlichen Körper ab.
Durch diese Bewegungen erhält das fotografische Objekt ein neues Erscheinungsbild, so dass es nur zum Teil oder nicht mehr identifizierbar ist. Beschleunigung, Entschleunigung, Stillstand und Zufall bestimmen den Grad der Abstraktion.

Die Bilder werden mit einer analogen Kamera auf Diafilm belichtet, anschließend im Raw-Format gescannt, jedoch nicht nachträglich digital verändert!